Das eigene künstlerische Schaffen erfüllt mich immer wieder mit Staunen, Freude, aber auch manchmal mit Leid, wenn ich an meine Grenzen stoße und nicht weiterkomme. Das freie Experimentieren, bei dem ich mit Interesse und Aufmerksamkeit verfolge, was sich allmählich entwickelt, ist auch ein Üben einer offenen aufmerksamen Haltung, um mit dem zu kommunizieren, was mir entgegenkommt. Diese Haltung brauche ich auch in dem künstlerisch-therapeutischen Prozess, wenn ich mit einem anderen Menschen zusammen tätig bin.
Im plastischen Arbeiten beschäftigt mich, wie ich den Werkstoff verlebendigen, beseelen und vergeistigen kann. Freude bereitet es mir, wenn die Arbeitsspuren des Entstehungsprozesses offenbaren, in welcher Weise oder in welcher Dynamik das Werk entstanden ist.
Im zeichnerischen Kunstschaffen macht mir die Arbeit mit Tusche und Pinsel am meisten Freude. Hier spielen der Moment und auch der Zufall eine Rolle. Der Augenblick des Zeichnens von Tieren dauert nur Sekunden (da das Tier nicht lange stillsteht). Ich versuche meine Seh-Bewegung und den Gesamteindruck einzufangen. Immer stehe ich vor dem Tier, wenn ich arbeite. So wirkt auch die Gesamtstimmung mit: Das Wetter, die Ruhe oder Unruhe im Gehege, meine eigene Verfassung etc.
Das Fotografieren. Immer ist die Kamera dabei und ich fotografiere jeden Tag, besonders gerne Heilpflanzen. Seit Jahren beschäftigen mein Mann und ich uns gemeinsam damit. Zusammen draußen interessante Pflanzen zu betrachten und fotografisch einzufangen, macht Freude und hilft meinem Mann, der die Bilder in seinen monatlich erscheinenden Heilpflanzenportraits, für ärztliche Vorträge, Artikel und Bücher verwendet. Gelungen ist ein Bild, wenn es nicht äußere Abbildung bleibt, sondern etwas vom unsichtbaren Wesen, von der Kraft des Objektes einfängt. Erscheinen lassen von dem, was sonst unsichtbar bleibt, ist ein generelles Element der Kunst. Für Portraits von Menschen scheinen mir Schwarz-Weiß-Aufnahmen besonders geeignet. Ein wichtiger Teil des Portraitfotografierens ist es, den Menschen in die Stimmung zu versetzen, in der er bei einer Aufnahme vollständig in seinem Wesen zu erleben ist.
In der Johanneskirche Blumenau (vier Ausstellungen pro Jahr
Hier finden Sie die aktuelle Ausstellung
Im eigenen Ausstellungsraum in der Gaßnerstraße 21
2026
Zoom-Fortbildung „Plastisch-therapeutisches Gestalten“ mit Rita Eckart
2025
Fortbildung für Kunsttherapie in Bratislava; Fortbildung im Institut für Kunst und Therapie München (IKT) bei Simone Gaiss
2011
Seminarleiterin in der Arbeitsgruppe „Plastisch-therapeutisches Gestalten mit onkologischen Patienten“, Kunsttherapietagung am Goetheanu, Dornach, Schweiz.
2010
Seminarleiterin innerhalb der „Weiterbildung Psychosoziale Onkologie (WPO)“ der Universität Heidelberg; Seminarleiterin im Rahmen der psychoonkologischen Fortbildung der Universität Nürnberg
Seit 2002
Teilnahme an den medizinischen Fortbildungen des Medizinischen Seminars Bad Boll, häufig auch als Leiterin von Arbeitsgruppen und als Vortragende.
1995 – 2010
Öffentliche Vorträge und Seminare in der Klinik für Tumorbiologie; Seminare für Mitarbeiter von Krankenkassen, regelmäßige öffentliche Vorträge für Krebspatienten.
1993 – 2007
zweimal jährliche Leitung von Wochenendseminaren im plastisch-therapeutischen Bereich für Kunsttherapeuten und Ärzte im Künstlerischen Therapeutikum,
Freiburg i. Br.
1993 – 1999
jährlich einwöchiger Kurs mit Vorträgen in Moskau zur Kunsttherapie im Rahmen regelmäßiger Seminare zur ärztlichen Ausbildung in Anthroposophischer Medizin