Vita

Anne Sommer-Solheim

  • Geboren in Oslo, Norwegen
  • Studium der Bildhauerei und Kunsttherapie (Alanus Kunsthochschule)
  • Kunsttherapeutische Unterrichtstätigkeit an der Tobias School of Art, West Sussex, England
  • Lehrtätigkeit am Anthroposophischen Ärzteseminar (Eugen Kolisko Akademie) und eigene kunsttherapeutische Praxis in Stuttgart
  • Kunsttherapeutin in der Klinik für Tumorbiologie und im Künstlerischen Therapeutikum, Freiburg i. Br.
  • Ausbildung zur Heilpartikerin für Psychotherapie
  • Gründung und Tätigkeit in der eigenen kunsttherapeutischen Praxis, künstlerische Kurse und regelmäßige Kunstausstellungen
  • „Tierkalligraphie“ / Arbeit mit Tusche und Japanpinsel, Bewegungszeichnungen nach der Natur
  • Fotografische Arbeiten: regelmäßige Veröffentlichungen u.a. von Heilpflanzenaufnahmen und Mineralien in der Zeitschrift „A Tempo“ wie auch in Buchveröffentlichungen
  • „Organkalligraphie“ , Zeichnungen als Illustrationen zu den Artikeln über  Organe in der monatlich erscheinenden Zeitschrift „A Tempo“
  • Plastische Arbeiten in Terracotta
Das eigene künstlerische Schaffen erfüllt mich immer wieder mit Staunen, Freude, aber auch manchmal mit Leid, wenn ich an meine Grenzen stoße und nicht weiter komme. Das freie Experimentieren, bei dem ich mit Interesse und Aufmerksamkeit verfolge, was sich allmählich entwickelt, ist auch ein Üben einer offenen aufmerksamen Haltung um mit dem zu kommuni­zieren, was mir entgegenkommt. Diese Haltung brauche ich auch in dem künstlerisch-thera­peu­tischen Prozess, wenn ich mit einem anderen Menschen zusammen tätig bin.

Im plastischen Arbeiten beschäftigt mich, wie ich den Werkstoff verlebendigen, beseelen und vergeistigen kann. Freude bereitet es mir, wenn die Arbeitsspuren des Entstehungsprozesses offenbaren, in welcher Weise oder in welcher Dynamik das Werk entstanden ist.

Im zeichnerischen Kunstschaffen macht mir die Arbeit mit Tusche und Pinsel am meisten Freude. Hier spielt der Moment und auch der Zufall eine Rolle. Der Augenblick des Zeichnens von Tieren dauert nur Sekunden (da das Tier nicht lange still steht). Ich versuche meine Seh-Bewegung und den Gesamteindruck einzufangen. Immer stehe ich vor dem Tier, wenn ich arbeite. So wirkt auch die Gesamtstimmung mit: Das Wetter, die Ruhe oder Unruhe im Gehege, meine eigene Verfassung etc.

Das Fotografieren. Immer ist die Kamera dabei und ich fotografiere jeden Tag, besonders gerne Heilpflanzen. Seit Jahren beschäftigen mein Mann und ich uns gemeinsam damit. Zusammen draussen interessante Pflanzen zu betrachten und fotografisch einzufangen macht Freude und hilft meinem Mann, der die Bilder in seinen monatlich erscheinenden Heilpflanzenportraits, für ärztliche Vorträge, Artikel und Bücher verwendet. Gelungen ist ein Bild, wenn es nicht äußere Abbildung bleibt, sondern etwas vom unsichtbaren Wesen, von der Kraft des Objektes einfängt. Erscheinenlassen von dem, was sonst unsichtbar bleibt, ist ein generelles Element der Kunst. Für Portraits von Menschen scheinen mir schwarz/weiß-Aufnahmen besonders geeignet. Ein wichtiger Teil des Portraitfotografierens ist es, den Menschen in die Stimmung zu versetzen, in der er bei einer Aufnahme am vollständigsten in seinem Wesen zu erleben ist.

In der Johanneskirche Blumenau (vier Ausstellungen pro Jahr
Hier finden Sie die aktuelle Ausstellung

Im eigenen Ausstellungsraum in der Gaßnerstraße 21

1993 – 1999
jährlich einwöchiger Kurs mit Vorträgen in Moskau zur Kunsttherapie im Rahmen regelmäßiger Seminare zur ärztlichen Ausbildung in Anthroposophischer Medizin

1993 – 2007
zweimal jährliche Leitung von Wochenendseminaren im plastisch-therapeutischen Bereich für Kunsttherapeuten und Ärzte im Künstlerischen Therapeutikum,
Freiburg i. Br.

1995 – 2010
Öffentliche Vorträge und Seminare in der Klinik für Tumorbiologie; Seminare für Mitarbeiter von Krankenkassen, regelmäßige öffentliche Vorträge für Krebspatienten.

Seit 2002
Teilnahme an den medizinischen Fortbildungen des Medizinischen Seminars Bad Boll, häufig auch als Leiterin von Arbeitsgruppen und als Vortragende.

2010
Seminarleiterin innerhalb der „Weiterbildung Psychosoziale Onkologie (WPO)“ der Universität Heidelberg; Seminarleiterin im Rahmen der psychoonkologischen Fortbildung der Universität Nürnberg

2011
Seminarleiterin in der Arbeitsgruppe „Plastisch-therapeutisches Gestalten mit onkologischen Patienten“, Kunsttherapietagung am Goetheanu, Dornach, Schweiz.

2025
Fortbildung für Kunsttherapie in Bratislava; Fortbildung im Institut für Kunst und Therapie München (IKT) bei Simone Gaiss

2026
Zoom-Fortbildung „Plastisch-therapeutisches Gestalten“ mit Rita Eckart

  • Solheim A., Sommer M.: Plastisch-therapeutisches Gestalten bei Erschöpfung. Drei Fallbeispiele; Der Merkurstab, 2026; 79 (3): 200-208
  • Solheim A., Sommer M., Lieberknecht K.: Plastisches Therapeutisches Gestalten, Theorie und Praxis einer antroposophischen Kunsttherapie, Salumed Verlag, Berlin 2023
  • Solheim A., Sommer M.: Therapeutisches Plastizieren mit onkologischen Patienten, Merkurstab 2009; 62 (4): 364-369
  • Solheim A., Sommer M.: Der geheime Garten. Plastisch-therapeutisches Arbeiten mit onkologischen Schmerzpatienten. Merkurstab 2008; 61 (5): 484-490
  • Solheim A., Sommer M.: Der Lebenssinn als Werkzeug des Bildhauers. Merkurstab 2007; 60 (1): 16-20
  • Solheim A.: Plastisch-therapeutisches Gestalten zur seelischen Stabilisierung bei einer Patientin mit fortgeschrittenem Mammakarzinom und Schwangerschaftsabbruch aus medizinischer Indikation. Merkurstab 2005; 58 (6): 487-490
  • Solheim A.: Plastisch-therapeutisches Gestalten bei einer Patientin mit reaktiver Depression, Zustand nach einer Nephrektomie. Merkurstab 2002; 55 (4): 299-302
  • Solheim A.: Plastisch-therapeutisches Gestalten bei einer Patientin mit Brustkrebs und Major Depression. Merkurstab 2002; 55 (3): 209-211
  • u.a. Mitautorin des Buches “Plastisch-Therapeutisches Gestalten“ von Evelyne Golombek, Verlag Urachhaus, Stuttgart 2000
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